Eigentumserwerb

Der Abschluss eines Kaufvertrages stellt die Voraussetzung dar, um Eigentümer zu werden. Dieser muss gewisse Formerfordernisse aufweisen, um die anschließende grundbücherliche Durchführung zu gewährleisten. Die grundbücherliche Durchführung ist eine weitere Voraussetzung für den Eigentumserwerb. Sehr oft stellt sich die Frage, welche Kosten mit dem Eigentumserwerb im Raum stehen.
Grundsätzlich einmal die Kosten der Vertragserrichtung (wobei es hier sinnvoll erscheint bereits im Vorhineien eine Pauschale mit dem/der Vertragserrichter/in zu vereinbaren) sowie die Kosten der notariellen Beglaubigung. Darüber hinaus sind Pauschalgebühren in der Höhe von € 42 für die Einbringung des Rangordnungsgesuchs, € 56 für die Einbringung des 1.Grundbuchsgesuchs samt Rangordnungsbeschluss sowie die ERV-Gebühr (pro Gesuch) in der Höhe von € 10,60 zu leisten. Weiters für jede zu archivierende Urkunde (Kaufvertrag, etwaige weitere Urkunden) € 7,35 sowie € 3,20 als Gebühr für den Grundbuchsauszug. Diese Gebühren werden seitens des Gerichts eingehoben.
Im Kaufvertrag geregelt wird auch die Höhe der Grunderwerbssteuer (in der Regel 3,5 Prozent der Bemessungsgrundlage, bei gewissen Verwandtschaftsverhältnissen ermäßigt sich diese beispielsweise auf 2 Prozent). Weiters 1,1 % für die Eintragung im Grundbuch selbst u – falls ein Pfandrecht einverleibt wird – sind weitere 1,2 % abzuführen. Diese Gebühren sind grundsätzlich vom Käufer zu bezahlen.
Für den Verkäufer besteht seit dem 1.4.2012 in der Regel (es bestehen natürlich wie immer einige Ausnahmen) die Verpflichtung, für Grundstücksveräußerungen die Immobilienertragssteuer abzuführen.